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Bop Til You Drop präsentiert SURFAHOLICS
Datum: 27.04.12 - Beginn: 22:00 Uhr - Einlass: 22:00
Eintritt: 6,-EUR

Bop Til You Drop präsentiert SURFAHOLICS„Es muss rocken!“ Für schnelle Nummern sind sie zu haben, die Surfaholics. Wer sich auf ein Rock 'n' Roll Rendezvous mit ihnen einlässt, kann sich darauf gefasst machen, dass dieses Tête à tête gleich einer Naturgewalt über ihn hereinbricht. Hier stimmt die Chemie und es geht gleich zur Sache. Oder wie die Band selber sagt: „Es muss rocken!“ Die Surfaholics kennen die guten, alten Rock 'n' Roll-Scheiben. Dazu kommt, dass sie mächtig Soul haben und eine Menge Punk im Blut. Die ballen ihre Fäuste nicht nur in der Hosentasche! Ihr Sound charmant und rotzig zugleich: Chuck Berry meets Johnny Rotten. Elvis vs. Joey Ramone. Grace Kelly datet Angus Young. Mit dieser heißen Mischung bringen die vier Bregenzer seit neun Jahren kontinuierlich die Clubs zum Brennen: „Wir sind eigentlich recht viel in Deutschland unterwegs und haben da auch ne Menge guter Freunde.“ Ebenso brandschatzend ziehen sie in ihrer Heimat Österreich brandschatzend umher und auch in Frankreich, Kroatien und Italien haben sie bereits diverse Herzen entflammt. In Schweden sind sie besonders gern gesehen - der Nobelpreis in Sachen Rock. Ihre Fans wissen zu schätzen, dass sich im Fall Surfaholics Leidenschaft und Professionalität nicht ausschließen. Bei ihren Shows mag es durchaus nach Testosteron, Schweiß und hochprozentigen Getränken riechen, aber niemals nach Gosse: Die Surfaholics lassen mit Charme und Stil die Sau raus. Dafür aber eine nach der anderen. Die Band Da ist zunächst mal der Bernd. Sänger, Sekundär-Gitarrist, Bandlyriker, Bandmanager. Mit ordentlich Dreck in der Stimme und einem touch of Jack Black geht er an den Start: high energy, unberechenbare Präsenz, hohe Sympathiewerte. Wir erinnern uns: Jack hat in "High Fidelity" den leicht abgefuckten Typen im Plattenladen gespielt, der schlussendlich "Let's get it on" von Marvin Gaye ins Mikro zärtelt, und in "School of Rock" den Upper-Class-Kids AC/DC näher gebracht. Das wären auch Jobs für den Bernd. Partykönig, Ladykiller, Angry Young Man und Rampensau - das kriegt er alles unter seinen Hut. Manch einem mag solch geballte männliche Energie Angst einjagen. Doch keine Sorge: Der Bernd ist zwar ein Tier, aber er will immer nur spielen, spielen, spielen. Aus genau demselben Grund ist auch die Franzi dabei. Sie ist die Lady in da house, das weibliche Element im Yin und Yang der Surfaholics, die Audrey Hepburn des österreichischen Punk 'n' Roll. Graziös fügt sie sich ins Bandbild ein und verströmt dabei den zarten Hauch der 60ies. Aber Vorsicht, Männer: Was gut aussieht, kann auch was! Die Franzi zupft den Bass in perfekter Manier und hat ausreichend Standing, um sich souverän auf der Bühne ihren Platz zu verschaffen; erfrischend frei von jedwedem Selbstdarstellungsdrang. Kein Wunder, die junge Dame entstammt einer Profi-Musiker-Familie. Und Verwandtschaft verpflichtet ja bekanntlich. Der coole Gitarrengott der Band heißt Stevo. Mit Bernd zusammen ist er an der Lead-Gitarre der Surfaholics für den Großteil des Songwritings und vor allem die überzeugende Bühnenshow zuständig. Live könnte der Mann wohl nur durch einen zweiten Slash ersetzt werden. Gekonnte Rockposen hat er jedenfalls genauso gut drauf wie der Meister, mit dem Unterschied, dass man dabei erfreulicherweise sein Gesicht sieht. Nun ja, dazu gibt es bei ihm auch durchaus Anlass. Jugendliche Frische zeigt Stevo nämlich nicht nur in seinem Spiel - und verkörpert inklusive seiner Tätowierungen den perfekten Mr. Rockstar. Wer kann, der kann! Der jüngste Spross der Surfaholics-Family, Drummer Fäbl, ist zumindest dem Anschein nach der Vernünftigste. Das kennt man von den Stones. Auch bei denen sitzt bekanntermaßen der Solideste am Drumset. Könnte sich also als Schlüssel zum Erfolg herausstellen. Aber ob's im Fall Fäbl wirklich stimmt? So manch verschmitztes Lächeln lässt immer mal wieder berechtigte Zweifel aufkommen. Sicher ist jedenfalls, dass er sich auskennt: Bereits mit wackeren 8 Jahren begann er zielgerichtet Lärm zu verursachen und ist nunmehr auf dem Weg zum Schlagwerk-Akademiker. Ja, doch: Fäbl studiert Jazz-Schlagzeug in Wien und das zeigt Wirkung. Der Junge hat einfach Tschakkah in den Armen! Dass die Vier gehörig Hackengas geben, hat sicher mit ihrer multi-kulturellen Sozialisation zu tun. Dazu gehörte nämlich nicht nur Punkrock, sondern auch der regelmäßige Besuch der Halfpipe. So begab es sich, dass Bernd, Stevo und Franzi sich im lokalen Skatepark kennen lernten. Dort hing man gemeinsam ab, war aber erst einmal in anderweitigen Bandprojekten eingebunden. Als diese plötzlich alle gleichzeitig ein Ende fanden, tat man sich 1997 einfach zusammen. - Danke dafür! Der Fäbl kam allerdings erst später hinzu. Er machte vorab durch musikalische Aktivitäten in der Region auf sich aufmerksam: „Zum Glück!“ Und so entwickelten die vier Mitglieder ab dann gemeinsam ihren jetzigen Stil. Die Musik „Unser Sound beinhaltet seit 2001 zwei grundlegende Elemente - Rock 'n' Roll und Punkrock. Mal mehr Rock, mal mehr Punk.“ Punk 'n' Roll ist das also wohl zu nennen, was die Surfaholics da so charismatisch zu Wege bringen. Und hier kommen wir nochmal auf die schnellen Nummern vom Anfang zurück. Denn die Songs der Bregenzer Band sind um die drei Minuten lang. Genug Zeit, um den Hörer immer wieder aufs Neue von sich zu überzeugen. Sie erfinden den Rock nicht neu - das wäre ja noch schöner! Vielmehr verleihen sie seiner alten Power Ausdruck und versetzen ihn mit Frische und Authentizität. Auf dem ersten Album mit dem charmanten Titel „Sugar Smiles on Candy Faces“ (2004 Crony Records) waren sie als aufmüpfige Halbstarke unterwegs, als Rotzlöffel mit Ambitionen und deutlich erkennbaren Wurzeln im Punkrock. Voller Energie, die nicht ganz genau wusste, wohin. Damals noch mit dem Andi am Schlagzeug. Zwei Jahre später mit Fäbl an Bord sind die Kanäle gefunden, die Energie kann frei fließen und trifft den Hörer von „On The Rocks“ (2006 Kamikaze Records) mit voller Wucht. Vom ersten Akkord an besteht kein Zweifel mehr, dass die Surfaholics jetzt wissen, wo es lang geht: direkt nach vorne! Es dreht sich immer noch um Pogo, aber sehr selbstsicher und klarer definiert. Mit dem aktuellen Album „Monsters & Men“ nun klingen sie zwingend, voller Präsenz und ganz wunderbar tanzbar. Alles ist richtig, genauso wie es ist. In Zusammenarbeit mit Genie-und Wahnsinns-Produzent Toni Meloni von den Principal Studios Münster zeigen sie sich offen für neue Einflüsse und verrückte Ideen. Die Einstellung „Wir sind Jugendarbeiter.“ Das ist richtig. In echt, was Franzi und Stevo betrifft. Im übertragenen, musikalischen Sinne alle umfassend. Denn die Surfaholics geben ihren Anhängern in einzigartiger Kombination von Heimatverbundenheit und Weltoffenheit, Lebensfreude und Eigenverantwortung einiges mit auf den Weg - was auch durchaus Menschen älteren Datums angeht. Unter anderem folgende Empfehlung: „Jeder soll machen, was er will, eine gute Zeit haben und keinen, der einem sagt, was man zu tun hat. Live it!!!“ Also: Go for some rock 'n' roll music. Go for the Surfaholics. - Und bereue nichts!