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MUTINY ON THE BOUNTY + Support LUSTFINGER Datum: 08.10.12 - Beginn: 21:30 Uhr - Einlass: 20:30 Eintritt: 10,-EUR zzgl. VVK Geb. |
| | Menschen, die Bandinfos schreiben, können viel erzählen. Und genau das tun sie in der Regel auch. Halten wir uns deshalb an einen Werbeslogan der Gelben Seiten und fragen lieber gleich jemanden, der sich auskennt. Matt Bayles zum Beispiel. Der hat nicht nur „Trials“, das zweite Album von MUTINY ON THE BOUNTY, sondern auch schon Platten von ISIS, MASTODON, RUSSIAN CIRCLES, THESE ARMS ARE SNAKES, THE FALL OF TROY oder BOTCH produziert. Man sollte also annehmen können, dass er weiß, wovon er spricht. Und über MUTINY ON THE BOUNTY spricht er das Folgende: „Sie spielen technischen und dennoch eingängigen Indierock, irgendwo zwischen MINUS THE BEAR und THE BLOOD BROTHERS, mit ein bisschen Postrock.“ Für das Protokoll: Bei MINUS THE BEAR hat Bayles lange Zeit selbst gespielt, die BLOOD BROTHERS kennt er durch seine Arbeit an deren ersten beiden Alben ebenfalls bestens.Doch wie kommt man als Band aus Luxemburg (die seit der letzten Platte auf zwei Positionen neu besetzt wurde, unter anderem mit einem Gitarristen aus Belgien) überhaupt an einen so namhaften Produzenten? Ganz einfach: MUTINY ON THE BOUNTY schickten ihm einen Link zu ein paar ihrer Songs und erhielten nur einen Tag später eine E-Mail, in der Bayles mitteilte, dass er mit ihnen arbeiten wolle. Das klingt erst recht wie im Märchen, wenn man weiß, dass der Mann natürlich nicht mit jedem arbeitet, sondern nur mit Bands, deren Musik er mag und bei denen er sicher ist, als Produzent etwas beitragen zu können. Dafür bekommt man dann aber auch das volle Programm: Bayles traf die Band zu einer ersten Vorbesprechung beim South by Southwest Festival in Austin, Texas, zu dem MUTINY ON THE BOUNTY eingeladen waren, ließ sich anschließend Demos schicken und machte der Band einige Verbesserungsvorschläge. Die eigentlichen Aufnahmen fanden dann in Bayles Studio in Seattle statt und dauerten einen ganzen Monat, wobei in den ersten drei Tagen nur geprobt wurde, um den Songs den letzten Schliff zu geben – alles „unter den kritischen Augen von Matt“, wie sich die vier Musiker lachend erinnern.„Er nimmt die Arbeit mit einer kleineren Indierock-Band genauso ernst wie beispielsweise die mit MINUS THE BEAR. Er fordert diese Konzentration, Disziplin und Verbissenheit aber auch von den Musikern, mit denen er arbeitet, schließlich will er mit dem Ergebnis zufrieden sein. Er hat uns aber nie vorgeschrieben, wie oder was wir zu spielen haben. Im Gegenteil: Matt hat unseren enormen Hang zum Experimentieren immer unterstützt.“ Trotzdem sind die Songs auf „Trials“ zugänglicher und homogener als beim Vorgänger „Danger Mouth“. Sie bieten mehr Platz, vor allem für den Gesang, aber auch für diverse Effekte. Eines der Resultate: „Gitarren, die oft gar nicht mehr nach Gitarren klingen“, wie es die Band beschreibt. Daneben kümmerte sich Bayles jedoch auch um das Selbstvertrauen seiner europäischen Schützlinge: „Wir waren anfangs sehr zaghaft und sogar etwas ängstlich, woraufhin er uns mehrmals darauf hinwies, dass wir in keiner Weise schlechter als amerikanische Bands seien und es einen Grund gäbe, wes-halb wir bei ihm im Studio sind.“ Und dieser Grund lautet: „Die Musik von MUTINY ON THE BOUNTY ist einfach eine einzigartige und fantastische Kombination.“ So sieht es jedenfalls Matt Bayles. |
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